aktuelle Lehrveranstaltungen

Sommersemester 2019

Entwicklungspolitik heute: Himmelsleiter oder Sackgasse?

Seminar
Dozent: Prof. Dr. Hans-Jürgen Burchardt
Dienstag, 10-12 Uhr
Raum: Moritzstr. 25-31 Systembau1 – Raum 0107
Beginn: 23.04.2019

BA Politikwissenschaft Modul 3, L2/L3/L4 Politik und Wirtschaft

Das 21. Jahrhunderts stellt die Entwicklungstheorie und -politik vor neue Herausforderungen: Afrika, Asien und Lateinamerika befanden sich in der letzten Dekade sich im Aufwind. Teilweise beeindruckende Wachstumsraten sowie ein erstarkender Einfluss auf Weltwirtschaft und -politik erweckten den Eindruck, dass die internationale Ordnung mit Beginn des 21. Jahrhunderts vielfältiger wird. Aus einer regionenübergreifenden Perspektive stellen sich aber verschiedene Fragen: Gelingt es, alte Entwicklungspfade und Abhängigkeiten zu verlassen und ein neues Fundament aufzubauen, welches stärker auf eigenständige und nachhaltige Entwicklung setzt? Oder wird der Globale Süden weiterhin vor allem von Weltmarkteinflüssen dominiert, durch die ein Aufstieg jederzeit auch wieder in eine neue Krise münden kann? Die Veranstaltung befasst sich mit aktuellen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken im Globalen Süden. Dazu werden die neuen Facetten der Entwicklungspolitik vorgestellt und ihr Innovationsgehalt geprüft. Über die Themenschwerpunkte Arbeit und Umwelt werden dann zwei Kernfragen der Entwicklung aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet, um abschließend zu diskutieren, wie die Entwicklungspolitik und -theorie der Zukunft auszusehen hat. Es wird ein Textbuch gestellt.

 

Zeitwohlstand – Alternativen für nachhaltige Entwicklung

Seminar
Dozent: Prof. Dr. Hans-Jürgen Burchardt
Dienstag, 14-18 Uhr, vierzehntägig
Raum: Nora-Platiel 8 – Raum 0419
Beginn: 30.04.2019

BA HF / BA NF Mo 5, / L2 / L3 / L4

Die Zuspitzung von Klimawandel und anderen Umweltproblemen macht eine Neuausrichtung unserer ressourcenintensiven Wachstumsregime erforderlich. Eine wichtige Anregung ist hier der Vorschlag, statt Geld die Zeit als zentrale Messeinheit von Lebensqualität einzusetzen. Das Seminar führt in die historische, soziale und politische Dimension von Zeit als Determinante gesellschaftlicher Entwicklung ein. Es stellt die theoretischen und methodischen Grundlagen für einen ‚Zeitwohlstand´ vor und zeigt, welche Impulse die Idee einer Messeinheit ‚Zeit‘ und eines neuen Politikfeldes `Zeitpolitik´ für ein nachhaltiges Leitbild von Entwicklung geben können. Für die Veranstaltung wird ein Reader bereitgestellt.

 

Rechtswende in Lateinamerika. Analysen, Prognosen, Diskussionen

Seminar
Dozent: Prof. Dr. Hans-Jürgen Burchardt
Dienstag, 14-18 Uhr, vierzehntägig
Raum: Nora-Platiel 8 – Raum 0419
Beginn: 23.04.2019

MA Politikwissenschaft Modul 4

Mit den Wahlsiegen von Sebastián Piñera in Chile und Mauricio Macri in Argentinien kündigte sich in den letzten Jahren ein politischer Rechtsruck in Südamerika an, der 2018 durch den Triumph von Iván Duque in Kolumbien bestätigt wurde. Mit dem Sieg und Amtsantritt des von vielen als rechtspopulistisch und rechtsradikal bezeichneten Jair Bolsonaro in Brasilien verschärft sich diese politische Tendenz auf beunruhigende Art und Weise.
Die Veranstaltung nimmt Bezug auf diese aktuellen Vorgänge, aber ebenso auf geschichtliche Hintergründe; neben Analysen aus den Politikwissenschaften werden darum die Traditionen der Rechts- oder Linksbewegungen diskutiert. Zusätzlich werden verschiedene kulturelle Dimensionen Lateinamerikas in den Feldern Literatur, Filme und gesellschaftliche Diskurse thematisiert. Für das Seminar wird eine regelmäßige Teilnahme an einer themengleichen Ringvorlesung vorausgesetzt, die wöchentlich mittwochs 18 Uhr stattfindet. Für die Veranstaltung wird ein Reader bereitgestellt.

 

Umwelt und Entwicklung in der internationalen Politik

Seminar
Dozent: Prof. Dr. Hans-Jürgen Burchardt
Mittwoch, 10-12 Uhr,
Raum: Moritzstr. 18 Campus Center – Raum 1117, Seminarraum 4
Beginn: 24.04.2019

MA Politikwissenschaft Mo 6

Umweltpolitische Themen gewinnen für die (internationale) Politik an Bedeutung. In der Praxis erscheinen ökologische Bedenken gegenüber dem dominanten Wachstumsimperativ jedoch oft als Papiertiger. In der Veranstaltung werden zunächst die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Konsequenzen einer intensiven Rohstoffausbeutung sowie die damit verbundenen teils heftigen sozial-ökologischen Konflikte in den Ländern des Globalen Südens erörtert. Weiterhin werden aktuelle Vorschläge für ökologische Alternativen zum dominanten Wachstumsmodell vorgestellt, die Wege in eine umweltschonende und lebenswerte Zukunft eröffnen und die heute schon in Schulen und Universitäten vertiefend diskutiert werden sollten. Es wird ein Textbuch gestellt.

 

Entwicklung und Rente in Lateinamerika

Seminar
Dozent: Dr. Hannes Warnecke-Berger
Donnerstag, 10-12
Raum: Arnold-Bode-Straße 10, Raum 0225
Beginn: 18.04.2019

BA Politikwissenschaft Modul 3, L2/L3/L4 Politik und Wirtschaft

Rente ist eine besondere Form ökonomischen Überschusses. Rente wird durch politische Mechanismen angeeignet und beruht im Gegensatz zu kapitalistischem Profit auf der Ausschaltung von Konkurrenz. Zur Aneignung von Renten entstehen politische Strukturen, die tendenziell soziale Ungleichheit vertiefen und ökonomische Entwicklung verhindern. Theorien der Rente haben einen zentralen Stellenwert in der klassischen sowie in der marxistischen politischen Ökonomie und fanden Eingang in die Neoklassik.
Vor dem Hintergrund Lateinamerikas führt das Seminar in Rententheorien ein. Es werden rententheoretische Argumente diskutiert und deren empirische Tragweite am Beispiel Lateinamerikas überprüft.
Das Seminar vermittelt theoretische Kenntnisse im Bereich der Entwicklungstheorie sowie der politischen Ökonomie und stellt gleichzeitig wichtige Strukturmerkmale lateinamerikanischer Gesellschaften vor.
Leselust und Interesse an wissenschaftlicher Diskussion werden vorausgesetzt.

Literatur:
Boeckh, Andreas/Pawelka, Peter (Hrsg.) 1997: Staat, Markt und Rente in der internationalen Politik, Opladen.
Elsenhans, Hartmut 1997: Rente, in: Albrecht, Ulrich/Vogler, Helmut (Hrsg.): Lexikon der Internationalen Politik, München, 439-447.
Khan, Mushtaq H./Jomo, Kwame S. (Hrsg.) 2000: Rents, Rent-Seeking and Economic Development. Theory and Evidence in Asia, Cambridge.
Marx, Karl 1972 [1894]: Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie. Dritter Band: Der Gesamtprozeß der kapitalistischen Produktion (MEW, Band 25), Berlin.Politische

 

Ökonomie der Gewalt in Lateinamerika

Seminar
Dozent: Dr. Hannes Warnecke-Berger
Dienstag, 10-12
Raum: Moritzstr. 2 – Raum Incon
Beginn: 16.04.2019

MA Politikwissenschaft Modul 3

Im Seminar werden vor dem empirischen Hintergrund Lateinamerikas Kenntnisse der aktuellen Diskussion in der Gewalt- und Konfliktforschung vermittelt. Dabei stehen Ansätze im Vordergrund, die Gewalt und Konflikt in unterschiedlichen Ausprägungen analysieren (u.a. Bürgerkriege, urbane Gewalt und Terrorismus) und auf ökonomische Effekte zurückführen.
Im Seminar wird damit die Frage nähergehend untersucht, ob die Wurzeln dieser Gewalt tatsächlich in politökonomischen Prozessen zu verorten sind, die im Allgemeinen mit Entwicklung/Unterentwicklung überschrieben werden, und inwieweit bisherige Ansätze erklärungskräftige Aussagen hervorgebracht haben.
Das Seminar gliedert sich in drei Blöcke. In einem ersten Block wird in die Begrifflichkeit der Gewalt- und Konfliktforschung kritisch hinterfragt. Daraufhin werden im zweiten Teil die gängigen Theoreme vorgestellt und diskutiert. Im abschließenden dritten Teil werden diese Ansätze in Bezug zur politökonomischen Entwicklungsländerforschung gesetzt

Literatur:
Bussmann, Margit/Hasenclever, Andreas/Schneider, Gerald (Eds.) (2009): Identität, Institutionen und Ökonomie. Ursachen innenpolitischer Gewalt. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften (PVS Sonderheft, 43).
Collier, Paul & Hoeffler, Anke (2004): Greed and grievance in civil war. In: Oxford Economic Papers 56 (4), pp. 563–595.
Snyder, Richard (2006): Does Lootable Wealth Breed Disorder? A Political Economy of Extraction Framework. In: Comparative Political Studies 39 (8), pp. 943–968.
Zinecker, Heidrun (2011): Gewalt- und Friedensforschung – funktioniert der entwicklungstheoretische Kompass? In: Schlotter, Peter/Wisotzki, Simone (Eds.): Friedens- und Konfliktforschung. Baden-Baden: Nomos, pp. 139–182.

 

Migration and immigrant-related policies: Addressing inequalities?

Seminar
Dozentin: Prof. Dr. Rebeca Ramos
Dienstag, 16-18
Raum: Moritzstr. 2 – Raum Incon
Beginn: 23.04.2019

BA Politikwissenschaft Modul 5, L2/L3/L4

Migration is a global phenomenon, which strongly impacts receiving and emitting nations –economically, socially, and culturally. Against this backdrop, labor force movement is no longer seen as exclusively positive for the receiving countries. On the contrary, migration flows often challenge welfare systems and social security schemes; they also serve as a nourishing factor for illegal and low wage employment, and thus unbalance the labor market of receiving nations.
Migration has become a key factor in the configuration of the development performance developing countries experience today. The importance of remittances, illegal migration, human trafficking, and violence and unsecure migration routes towards the North are some of the pressing issues that shapes international migration with the American continent. Push-Pull theory is still a useful analyti-
cal tool to understand the incentives people have to migrate. Nonetheless, it is also relevant a com-prehensive understanding its impact on family dynamics, and also the return migrating process we are starting to experience of the migrating world today. The course proposes a conceptual and theo-retical critical analysis and overview of migration movements in Latin America, the immigrant-related policies of the receiving countries, and the social impact on both the receiving and emitting econo-mies.

 

Politics of Development in the Global South

Seminar
Dozentin: Prof. Dr. Rebeca Ramos
Mittwoch, 10-12
Raum: Moritzstr. 25-31 Systembau1 – Raum 0104
Beginn: 24.04.2019

BA Politikwissenschaft Modul 5, L2/L3/L4

Human Development as a concept has offered a different kind of discussion on how societies in the Global South structure their policies in terms of creating and strengthening the capabilities and opportunities for people to improve their wellbeing. Despite the usefulness of this socio-political tool, it is based on a particular notion of capitalist relations.
What are the potentials of the Human Development paradigm to address the social reality of Latin American countries and how can it be critically analyzed? Is Local Human Development a feasible objective for Latin America, or does it fragment socio-economic relations and weaken social and collective movements? Can social inequality and poverty be comprehensively understood by using analytical and operational dimensions of Human Development?
These are some of the questions to be discussed in the course. The course aims at discussing and critically analyzing the politics of development in the Global South from a political economy perspective.

 

Recorrido por el legado colonial en los centros históricos: La Habana – Cuba y sus particularidades socio-demográficas

Seminar
Dozentin: Prof. Dr. Rebeca Ramos
Dienstag, 10-12
Raum: Möncheberg 7 – Raum 0607
Beginn: 23.04.2019

BA Politikwissenschaft Modul 5; L3 Politik und Wirtschaft Modul 8; BA Kulturwirt/in Modul 8; BA Wirtschaftsromanistik Modul 11; L3/L4 Spanisch Modul 9a/b

El escenario sociodemográfico de los centros históricos en América Latina ha sido construido a partir de fuertes flujos migratorios y desplazamientos humanos (forzados o voluntarios), el cual inicia con el proceso conquista y asentamiento durante la Colonia. Dicho proceso se ha presentado diverso al interior de la región, aun cuando se pueden identificar algunos patrones similares en la relación Imperio-Colonia. El caso de la isla de Cuba, se muestra un tanto diferente con en el continente, sin embargo hoy día se comparten estrategias para atender las complejidades que demandan los centros históricos urbanos, las particularidades de sus poblaciones y su interacción con el patrimonio construido, cultural e intangible legado desde tiempos coloniales. La ciudad de La Habana es muestra de esa particular diversidad y rasgos compartidos. Su composición socio-demográfica marca distinciones, y es posible identificar rasgos en la historia de los asentamientos en La Habana Vieja, a partir de su vínculo con hechos socio-históricos concretos que, hasta hoy día, dan muestras de su composición. Su historia se vincula estrechamente con las relaciones históricas con España y Estados Unidos.
El presente curso, tiene como objetivo hacer un breve recorrido por la dinámica de asentamiento en la Habana Vieja, su impacto en la composición socio-demográfica de la población residente, y su vínculo con la dinámica que ha seguido las relaciones entre Cuba y estos dos países. Algunos de los elementos a tratar, vinculados a las características socio-demográficas de su población, estarían relacionados con: la influencia que ejerció las relaciones entre Cuba y España durante el período de la Colonia, y posteriormente durante los años de apertura hacia el turismo internacional en los años 90; el escenario socio-económico como fruto de las relaciones entre Cuba y Estados Unidos durante la segunda mitad del siglo XIX y primera del XX, y posteriormente algunos rasgos que comienzan a ser visibles sobre la influencia de las relaciones bilaterales durante los últimos años.

 

Social and Environmental Policies: Scientific Colloquium

Kolloquium
Dozentin: Prof. Dr. Rebeca Ramos
Mittwoch, 16-18
Raum: Nora-Platiel 4 – Raum 1219
Beginn: 24.04.2019

MA Politikwissenschaft Masterabschlussmodul, GPED

The research seminar accompanies MA students who write their final thesis in the thematic context of social and environmental policies in Latin America. Attendance is compulsory for the students who received the scholarship to carry out the empirical part of their research project. The students pre-sent their own research (presentation of the research design, discussion of chapters) and are en-couraged to discuss challenges they encounter while analyzing the data. They will receive feedback from peers and the lecturer. Alongside the individual presentations, the course discusses the most frequently used methods for data analysis and focuses on how to combine different analytical ap-proaches and methodological triangulation to further support scientific findings. Further emphasis lies on the question of how to link theory and empirical findings in the writing process. Students who attend the colloquium will have to have their data collection completed by the start of the semester and submit their MA thesis by the end of September.

 

Theorien der Internationalen Beziehungen und ihre Anwendung

Seminar
Dozentin: Jenny Simon
Donnerstags 12 – 14 Uhr
Raum: Nora-Platiel 9 / Raum 0402
Beginn: 18.04.2019

MA PoWi

In diesem Seminar wird in unterschiedliche Theorien und Ansätze der Internationalen Beziehungen (IB) eingeführt. Im ersten Teil des Seminars liegt der Fokus der Sitzungen auf der gemeinsamen Aneignung zentraler Theorien der IB. Mit Hilfe eines „Theorie-Steckbriefs“ werden hierzu in vergleichender Perspektive die Prämissen, Erkenntnissinteressen und Erklärungsfaktoren verschiedener Ansätze erarbeitet sowie Probleme, Blindstellen und Debatten zwischen unterschiedlichen Perspektiven in den Blick genommen. Im zweiten Teil des Seminars steht die Anwendung der diskutierten IB-Theorien auf aktuelle Diskussionsfelder der internationalen Beziehungen im Vordergrund. Hierbei wird geübt, theoriegeleitete Analysen auf dem Feld der internationalen Beziehungen vorzunehmen und die Konsequenzen einer Theoriewahl verdeutlicht.
Voraussetzung für das Erbringen einer Studien- oder Prüfungsleistung ist eine regelmäßige und aktive Teilnahme sowie die regelmäßige Lektüre der Textgrundlage. Bereitschaft zum Halten eines Referats wird erwartet.

 

Einführung in das politikwissenschaftliche Arbeiten am Beispiel Globalisierung und Globalisierungskritik

Propädeutikum
Dozentin: Jenny Simon
Freitags 12 – 14 Uhr
Raum: Nora-Platiel 1 / Raum 1311
Beginn: 26.04.2019

BA PoWi, Modul 1

In diesem Seminar wird das grundlegende Handwerkszeug für ein erfolgreiches Studium der Politikwissenschaft erarbeitet. Im Mittelpunkt stehen die zentralen politikwissenschaftlichen Arbeitstechniken: Wie lese ich wissenschaftliche Texte, wie zitiere ich korrekt, wie verfasse ich eine wissenschaftliche Hausarbeit? Diese Techniken üben wir anhand des Themenfelds Globalisierung und Globalisierungskritik.
Voraussetzung für das Erbringen einer Studien- oder Prüfungsleistung ist eine regelmäßige und aktive Teilnahme sowie die regelmäßige Lektüre der Textgrundlage. Die Teilnahme am begleitenden Tutorium mit der Tutorin Noemi Dedring ist verpflichtend.

 

Politische Ökonomie der Finanzbeziehungen

Seminar
Dozentin: Jenny Simon
Freitags 16 – 18 Uhr
Raum: Universitätsplatz 9, ASL 1 / Raum 0105
Beginn: 26.04.2019

MA PoWi, Modul  2b

In diesem Seminar wird in die politische Ökonomie (globaler) Finanzbeziehungen eingeführt. In einem ersten Schritt werden wir uns grundlegenden Konzepten und Zusammenhängen der Finanzbeziehungen aus unterschiedlichen Perspektiven der kritischen politischen Ökonomie widmen. Was ist beispielsweise Geld, wie sind Finanzbeziehungen beschaffen und welche Rolle spielen diese in kapitalistischen Ökonomien? In einem zweiten Schritt setzen wir uns in historischer Perspektive mit der Entstehung des globalen Finanzkapitalismus sowie der Funktionsweise von Finanzbeziehungen in diesem auseinander und diskutieren unterschiedliche Finanzkrisen. In einem dritten Schritt werden unterschiedliche Felder von Finanzialisierungsprozessen analysiert – etwa eine Finanzialisierung des produzierenden Sektors, eine Finanzialisierung von Natur oder Finanzialisierung von Bereichen des alltäglichen Lebens.
Voraussetzung für das Erbringen einer Studien- oder Prüfungsleistung ist eine regelmäßige und aktive Teilnahme sowie die regelmäßige Lektüre der Textgrundlage. Bereitschaft zum Lesen englischsprachiger Texte wird erwartet.

 

China´s Rise in global Politics

Seminar
Dozentin: Jenny Simon
Dienstags (21.5, 28.5, 11.6, 18.6, 25.6) 16 – 18 Uhr;
Mittwochs (22.5, 29.5, 12.6) 12 – 15:30 Uhr
Raum: ICDD
Beginn: 21.05.2019

MA GPED (MSOC 4; ESI)

While China played a marginal role in global politics just twenty years ago, today it is discussed as becoming one of the major powers on the international stage. The course traces this growing role of China: In a first step the participants are introduced to the geopolitical and geoeconomic context as well as the inner foundations of China´s rise. In a second step we will analyze China´s role and engagement on selected fields of global politics, such as global economic governance, development politics, security, and environmental politics, discussing power relations and goals driving China´s engagement as well as the politcal strategies and forms persued by the Chinese government. For this analysis we will apply different theoretical lenses from the fields of international realations and global political economy.
Students that want to obtain credits will have participate regularly and actively in class, give an oral presentation, and write a short theoretically guided paper on a topic of their own choice related to the course’s materials. Texts will be made available via moodle.

 

Begleitseminar Praktikum

Begleitseminar zum Praktikum, Blockveranstaltung
Dozentin: Jenny Simon
Zeiten und Räume: 18.04.2019 von 16 – 18 Uhr, Arnold-Bode 12 – Hörsaal 4;
13.07.2019 von 10 – 14 Uhr, Arnold-Bode 2, R 401, 402, 404, 408

Im Mittelpunkt dieses Seminars steht die gemeinsame Reflektion der im Praktikum gemachten Erfahrungen sowie potentieller Konsequenzen für die Berufsorientierung und die weitere Gestaltung des Studiums. Als Leistung erbringen Sie eine kurze schriftliche Ausarbeitung der Reflektion des Praktikums, organisieren gemeinsam einen Jour Fixe und präsentieren dort ihre Erfahrungen aus der Praxisphase. In der einführenden Sitzung am 18. April wird die gemeinsame Organisation des Jour Fixe geplant. Wer hier unentschuldigt fehlt, verliert seinen Seminarplatz. In einer Blocksitzung am 13. Juli wird der Jour Fixe durchgeführt, auf dem alle Teilnehmende ihre Erfahrungen aus der Praxisphase präsentieren und in Arbeitsgruppen diskutieren.
Um am Seminar teilnehmen zu können sollten Sie ihr Praktikum bereits absolviert haben oder im Laufe des Sommersemesters absolvieren!

 

Ursachen von Flucht und Migration in Afrika und die deutsche Entwicklungspolitik Teil 1

Projektseminar
Dozentin: Dr. Frauke Banse
Mittwoch, 8-10 Uhr
Raum: Arnold-Bode 2 – Raum 0402
Beginn: 17.4.2019

BA Politikwissenschaft Modul 6

Die Bekämpfung von Flucht- und Migrationsursachen – allen voran in Afrika – ist ein von vielen Akteuren vorgebrachtes Anliegen. Die Bundesregierung verweist im Zuge dessen auf den von ihr initiierten Marshallplan mit Afrika oder auch auf die von ihr maßgeblich getragene Initiative Compact with Africa. In dem Seminar werden wir uns sowohl mit den Flucht-und Migrationsursachen auf dem afrikanischen Kontinent beschäftigen wie auch mit den angebotenen Lösungskonzepten, insbesondere von deutscher Seite.
Das Seminar ist als Projektseminar angelegt und geht über zwei Semester. Am Ende des Seminars wird als Prüfungsleistung ein Radiofeature erstellt.
Voraussetzung ist neben regelmäßiger Teilnahme die unbedingte Bereitschaft, auch englische Texte regelmäßig zu lesen. Das Seminar wird sich unter anderem mit Fragen der Internationalen Politischen Ökonomie beschäftigen. Eine Neugier für diese Themen (Handelsbeziehungen, Finanzialisierung, Investitionen etc.) sowie der Wille, sich einzuarbeiten, sollten vorhanden sein.

 

The European Union and its Interest Groups: The Example of EU Trade, Investment and Development Policies

Seminar and Excursion
Lecturer: Dr. Frauke Banse
Seminar Session: Tuesdays: 21.5; 28.5; 11.6. from 10am-12am, Wednesdays: 22.5., 29.5. from 10am-12am, Excursion to Brussels: June 3rd to 6th (late arrival in Kassel on return!)
Room: ICDD, Kleine Rosenstrasse 1-3, 3023

GPED: MSOC 4, MA: Modul 2

In this class, we will analyse the (contradictory) relationship between the trade, investment and development policies of the European Union. The special focus will be on the African continent. The course comprises of five seminar sessions in Kassel and an excursion to Brussels. In the seminar sessions, we will discuss general questions concerning the EU trade, investment and development policies and ask which interest groups are dealing with these three interconnected policy fields. In the seminar sessions, student groups prepare the envisaged meetings with representatives of these interest groups and decision-making bodies during our excursion. The last session in Kassel will be after the excursion. We will analyse the meetings conducted and discuss the conclusions.
As the preparation time is limited to four seminar sessions, previous reading is obligatory. Students registered through hispos will be informed about required readings before the first seminar session.
Active participation in all seminar sessions is a precondition to taking part in the excursion. Students who are absent will not be able to take part in the excursion, for which there are only 25 places in total. MA Students from ”Political Science”, ”Global Political Economy” as well as from the ”European Summer Institute” (students from Rutgers University) are invited to join the class.
We are trying to keep the costs for each student low. As we have different funding opportunities for different groups of students registered at Kassel University, the overall fee also depends on the concrete composition of the class.

 

Forschen lernen. Empirische Sozialforschung in der Praxis

Seminar
Dozentin: Dr. Frauke Banse
Dienstag 8-10h
Raum: Moritzstr. 18 Campus Center – Raum 1110, Seminarraum 1
Beginn erste Sitzung: 16.4.2017

MA Politikwissenschaft, Modul 5

Politische Argumente basieren häufig auf mittels empirischer Sozialforschung erhobenen Daten: Meinungsumfragen, Organisationsanalysen, Bewusstseinsstudien, Wirkungsanalysen. Um die Aussagekraft dieser Forschungsergebnisse beurteilen zu können, muss über die Methoden Rechenschaft abgelegt werden: Welche Fragebögen lagen der Untersuchung zu Grunde, wie wurden die Befragten ausgewählt, wie war das Verhältnis zwischen quantitativen und qualitativen Methoden, wie viele Personen wurden befragt, wie war die Situation in den Interviews oder der Gruppendiskussion etc.? Diese und andere Elemente beeinflussen das Untersuchungsergebnis und damit Aussagen über die Realität.
Diesen forschungspraktischen Überlegungen liegen bestimmte Annahmen über die Beschaffenheit von Gesellschaft und die Möglichkeiten, diese genauer zu erfassen, zu Grunde. Diese Annahmen wiederum begründen das generelle methodologische Herangehen: Das Verhältnis von Theorie und Empirie, von quantitativer und qualitativer Forschung, die Annahme von Kausalbeziehungen, die Auswahl der untersuchten gesellschaftlichen Gruppen, die eigene Reflexion über sich selbst als forschende Person, Struktur und Inhalt von Fragebögen u. v. m.
Im ersten Teil des Seminars befassen wir uns mit den erkenntnistheoretischen und methodologischen Fragen der empirischen Sozialforschung. Im zweiten Teil wird es praktisch – in Arbeitsgruppen sollen eigene kleine qualitative Forschungsvorhaben umgesetzt werden. Studierende, die bereits im BA das Vertiefungsseminar besuchten, haben hier die Möglichkeit, erkenntnistheoretische und methodologische Fragen stärker zu vertiefen sowie weitere Techniken zu erproben.

 

Regionalismen in Lateinamerika

Seminar
Dozent: Thomas Plötze
Termine & Räume: 26.04.2019 (12-16 Uhr, Nora-Platiel 8 – Raum 0419); 10.05.2019 (12-16 Uhr, Arnold-Bode 2 – Raum 0408); 24.05.2019 (12-16 Uhr, Nora-Platiel 8 – Raum 0419); 21.06.2019 (16-20 Uhr) + 22.06.2019 (10-18): Moritzstr. 18 Campus Center – Raum 1117, Seminarraum 4

BA Politikwissenschaft, Modul 3; L2/L3/L4 Modul 2

Die Etablierung von Regionalismen in Lateinamerika wurde schon seit jeher mit verschiedensten Ansprüchen und Zielen verknüpft: Aus ökonomischer Sicht sollten Regionalismen den Handel zwischen den beteiligten Ländern fördern (z.B. in Freihandelszonen), oder durch verstärkte Integration in Binnenmärkte die ökonomische Entwicklung beschleunigen. Mit regionalen Projekten wurden aber auch sicherheitspolitische bzw. gegenhegenoniale („anti-US-imperialistische“) Ziele assoziiert.
Gleichzeitig entspricht die Realität lateinamerikanischer Regionalismen ganz und gar nicht diesen Zielen und Ansprüchen: Angesichts eines neu aufflammendem Protektionismus ausgehend von den USA, aktueller ökonomischer und politischer Krisen in Venezuela und dem politischen Rechtsruck in Brasilien spielen regionale Integrationsprojekte wie ALBA, MERCOSUR oder UNASUR derzeit nur noch eine untergeordnete Rolle. Dabei ist diese Tendenz keineswegs neu: Regionalismen in Lateinamerika folgten immer wieder einer Art Wellenbewegung, in der Integrationsschübe von Desintegrationsprozessen abgelöst wurden.
Das Seminar nähert sich dieser Beobachtung durch eine historisch-vergleichende Perspektive. Zentrales Interesse des Seminars ist es zu versuchen, die Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit lateinamerikanischer Regionalismen mit den vorhandenen Konzepten zu erklären. Folgende Fragen stehen im Mittelpunkt: Wie lassen sich Regionalismen konzeptionell fassen und wie kann die Entstehung und die Dynamik lateinamerikanischer Regionalismen erklärt werden? Am Ende des Seminars sollen die Teilnehmer grundlegende Theorien regionaler Integration kennen und auf verschiedene lateinamerikanische Fälle anwenden können.

Einführende Literatur:
Mansfield, Edward D. / Milner, Helen V. (Hrsg.) (1997): The Political Economy of Regionalism, New York: Columbia University Press.
Söderbaum, Fredrik (2016): Rethinking Regionalism, London, New York, NY: Palgrave.
Riggirozzi, Pía / Tussie, Diana (Hrsg.) (2012): The Rise of Post-Hegemonic Regionalism, The Case of Latin America, Dordrecht, New York: Springer.

 

Internationale Gewerkschaftspolitik

Seminar
Dozent: Timm Schützhofer
Freitag 10-12
Raum: Nora-Platiel 6 – Raum 0211
Beginn: 26.04.2019

BA Politikwissenschaft, Modul 3

In Zeiten einer in weiten Teilen globalisierten Weltwirtschaft können auch Gewerkschaften nicht allein auf der nationalen Ebene agieren. Welche Mechanismen existieren, um internationale Arbeits- und Sozialrechte durchzusetzen? Welche Rolle spielt die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) und wozu braucht es überhaupt Gewerkschaften? Das Seminar führt in Grundlagen der internationalen Gewerkschaftspolitik ein. Unterschiedliche Herausforderungen und Handlungsstrategien von Gewerkschaften im globalen Norden und Süden werden thematisiert und konkrete Beispiele

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